Großübung in Wald und Kiesgrube


von Tageblatt-Redaktion

Für die Rettungsübung wurde in der Kiesgrube auch ein Schlauchboot eingesetzt.
Für die Rettungsübung wurde in der Kiesgrube auch ein Schlauchboot eingesetzt.

Der riesige Einsatzleitwagen hatte am Montagabend neben der Krabatmühle Position bezogen und wirkte dort mit seinem blinkenden Licht an der ausgefahrenenen Antenne ein bisschen wie ein UFO. Doch egal wo der rote Lkw im Landkreis auftaucht, da steht binnen weniger Minuten der perfekte Arbeitsplatz für die Leitung eines Großeinsatzes zur Verfügung. Ein solcher fand im Wald zwischen Schwarzkollm und der Kiesgrube Weiland bei Neukollm statt. Zwar nur als Übung, aber immerhin als die größte des Jahres. Knapp 100 Feuerwehrleute aus Hoyerswerda, Spreetal, Lauta und Lohsa waren mit 26 Fahrzeugen angerückt, sorgten für entsprechende Aufregung in Schwarzkollm. Übungsleiter Stefan Urbanski hatte die Wehren regulär wie für einen Ernstfall alarmieren lassen. Man ging im trockenen Kiefernwald von einem zwei Hektar großen Waldbrand aus, den es zu bekämpfen galt.

Die Führungskräfte hatten den Einsatz zu koordinieren, aber auch den Aufbau einer stabilen Löschwasserversorgung zu organisieren. Dank der Natursteinwerke Weiland, wie Stefan Urbanski hervorhebt, konnten die Wehren auf dem Betriebsgelände der Kiesgrube frei hantieren. Hier steht reichlich Grundwasser an, das aus der offenen Grube nur abgepumpt werden musste. Das Verlegen des Schlauchmaterials aus der Grube heraus den Steilhang hinauf war da schon etwas schwieriger. Doch so eine Übung ist stets mit speziellen Szenarien ausgestattet, um die Reaktionen bewerten zu können. Also drehte bei der Waldbrandbekämpfung beispielsweise der Wind. Ein Szenario hätte auch sein können, dass sich ein Fahrzeug festfährt.

 Das musste man aber nicht einspielen, das passierte in dem lockeren Kiesgrubenuntergrund auch so und wurde ebenso unproblematisch gelöst. Übungshöhepunkt war die Rettung eines an der Abbruchkante der Kiesgrube abgestürzten Feuerwehrmannes. Dabei handelt es sich zwar nur um den Berge-Dummy der Feuerwehr, doch der musste erst einmal in Sicherheit gebracht werden. Per Schlauchboot paddelten zwei Feuerwehrleute auf dem kristallklaren Wasser des Sees in der Kiesgrube zu ihm hin. Mit einer Trage wurde er zu einem Transporter gebracht und mit diesem bis zur Grubenoberkante, wo der Rettungstransportwagen wartete.

Nach knapp neunzig Minuten konnte Stefan Urbanski die Übung schließlich abbrechen. Der Übungsleiter war mit dem Verlauf zufrieden. Schläuche, Pumpen und alles andere Material konnten wieder verstaut werden. Und auch der Einsatzleitwagen fuhr die Antenne ein und trat die Heimreise an.

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Es werden nur jene Kommentare veröffentlicht, die unter Angabe des vollständigen Namens und einer gültigen E-Mail-Adresse (für Rückfragen) abgegeben wurden.

Bitte rechnen Sie 7 plus 5.