Feuerfest mit teuflisch guter Atmosphäre


von Tageblatt-Redaktion

Das Rekord-Teufelchen gab es in Plüsch zu kaufen. Das gehört beim Vattenfall-Feuerfest in Knappenrode einfach dazu.
Das Rekord-Teufelchen gab es in Plüsch zu kaufen. Das gehört beim Vattenfall-Feuerfest in Knappenrode einfach dazu.

Irgendwann zwischen 17 und 18 Uhr wechselt beim Feuerfest Knappenrode ein erstaunlich großer Teil des Publikums. Die einen kommen wegen der Live-Band Firebirds, des abendlichen Flairs und des zu erwartenden Feuerwerks. Die anderen haben einen schönen Nachmittag beim Herbstmarkt schon hinter sich. Mitten im Trubel von Musik, Attraktionen und schlendernden Besuchermassen stand da Elvira Hoffmann seelenruhig auf dem Festplatz mit einem Fuß auf einem Findling und strickte aus Schafswolle ein Kleidungsstück.

Die Händlerin aus Hermsdorf bei Lohsa kann scheinbar nichts aus der Ruhe bringen. Nur gelegentlich schweift ihr zufriedener Blick über das Festgelände. Elvira Hoffmann ist zum zweiten Mal beim Herbstmarkt und Feuerfest in der Energiefabrik Knappenrode dabei. Warum? „Weil die Atmosphäre einzigartig ist.“ Das Spinnrad hat die Gewerbetreibende aber vorsichtshalber zu Hause gelassen. Falls es regnen sollte. Ihr Strickzeug hat sie aber immer dabei. „Ich kann nicht anders. Sobald sich die Gelegenheit ergibt, nehme ich die Nadeln in die Hand“, erklärt die Hermsdorferin.

Filigrane Handarbeit ist auch bei Beate Schiemann zu entdecken. Die Künstlerin aus Neuwiese-Wassenburg hat Stühle mitgebracht. Jedes der ausgestellten Sitzmöbel ist, gestalterisch gesehen, ein Unikat. Regenbogenfarben, ein Piraten- und Königsstuhl oder kindgerechte Sitzgelegenheiten ziehen die Blicke der Besucher an. Beate Schiemann ist seit Anbeginn des jährlichen Herbstmarktes in der Energiefabrik dabei. Zum einen weil von teilnehmenden Händlern keine Marktmiete verlangt wird und man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden könne. „Das hier ist kein normaler Markt, sondern etwas ganz Besonderes. Nebenbei erlebt man als Händler schöne kulturelle Dinge. Ich werde bei der Dixieland- Musik dann mit tanzen. Die Besucher machen immer einen sehr zufriedenen Eindruck“, berichtet die 48-Jährige aus ihren Erfahrungswerten.

Ähnlich sieht das auch Silvia Jonas. Die 48-Jährige findet es wichtig, auch mal aus ihrem Blumengeschäft in der Bautzener Allee raus zu kommen. Auch deshalb weil die Besucher beim Herbstmarkt in Knappenrode sehr viel entspannter seien. In ihrem Geschäft selbst hat Silvia Jonas oft das Gefühl, dass sich die Kunden nicht trauen, etwas zu fragen. Das sei beim Herbstmarkt ganz anders. Deshalb stand für die Blumenhändlerin am Sonnabend auch nicht der Verkauf im Mittelpunkt sondern das lockere Gespräch mit Besuchern. Und vielleicht ist ja genau das das Geheimnis des Vattenfall-Feuerfestes.

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