Europa ist mit der Arbeit in den Wäldern bei Hoyerswerda zufrieden

Donnerstag, 16. September 2010

Jahr für Jahr erntet der Forstbezirk Oberlausitz im Landeswald 15 000 Kubikmeter Holz. Da ist nachhaltiges Wirtschaften angesagt, um den Ertrag auch perspektivisch zu sichern.
Jahr für Jahr erntet der Forstbezirk Oberlausitz im Landeswald 15 000 Kubikmeter Holz. Da ist nachhaltiges Wirtschaften angesagt, um den Ertrag auch perspektivisch zu sichern.

Hoyerswerdas Umland ist sehr waldreich. Und hier gibt es nicht nur Wald in Kirchen-, Kommunal oder Privatbesitz, sondern auch die größten Flächen an Staatswald innerhalb des Forstbezirks Oberlausitz. Und der wird ordentlich bewirtschaftet. Das sieht man nicht nur, wenn man hier unterwegs ist, das hat der Forstbezirk jetzt auch amtlich.

Bereits seit neun Jahren verfügt der sächsische Staatswald über das Pan-Europäische-Forst-Zertifikat (PEFC). Dieses ist der Nachweis für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die im Hinblick auf die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen den nachfolgenden Generationen das Ziehen eines mindestens gleich großen Nutzens aus dem Wald sichert, wie ihn die heutige Generation sich nimmt. Doch dieses Zertifikat ist keine Dauerauszeichnung, sondern muss hart erarbeitet werden und wird regelmäßig überprüft.

Eine solche Kontrollstichprobe fand im Staatswald des Forstbezirkes Oberlausitz dieser Tage statt. Laut Annett Hornschuh, beim Forstbezirk für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, wurden Waldflächen im Raum Hoyerswerda (Reviere Neukollm und Seidewinkel) und Weißwasser (Revier Hermannsdorf) untersucht. Überprüft wurden neben der fachgerechten Waldpflege, Holznutzung und Aufforstung auch die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften sowohl durch die im Forstbezirk beschäftigten Waldarbeiter als auch durch die beauftragten Unternehmen. Doch beim Thema Nachhaltigkeit geht es um noch mehr: Gleichzeitig wurden die im Einsatz stehenden Maschinen und Geräte auf ihre Umweltverträglichkeit, (zum Beispiel die Verwendung von Bioöl, -diesel) und ihre waldschonende Arbeitsweise kontrolliert.

Aber selbst damit ist es nicht getan. Die bei der Waldbewirtschaftung zu berücksichtigenden Belange des Naturschutzes, insbesondere des Biotop- und Artenschutzes, standen ebenso auf der Prüfliste. Am Ende wurde dem Forstbezirk Oberlausitz die PEFC-konforme und damit naturnahe Waldbewirtschaftung attestiert. Forstbezirksleiter Holm Karraß war damit natürlich zufrieden: „Dies ist auch dahingehend erfreulich, da der Staatswald dem Allgemeinwohl im besonderen Maße verpflichtet ist. Nicht zuletzt dient Wald uns allen auch als Quelle für Erholung und wirkt dabei belebend auf die Sinne und beruhigend aufs Gemüt.“ Insgesamt bewirtschaftet der Forstbezirk Oberlausitz rund 6 650 Hektar Landeswald. (US)

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