Die Lausitz-Center-Erweiterung ist startklar


von Tageblatt-Redaktion

Die Erweiterung des Lausitz-Centers wurde gestern vor geladenen Gästen eröffnet. Heute 9 Uhr ist Start für alle.
Die Erweiterung des Lausitz-Centers wurde gestern vor geladenen Gästen eröffnet. Heute 9 Uhr ist Start für alle.

Eine Eröffnung will gut inszeniert sein. Und zu einer typischen Inszenierung gehören eben eine Bühne, ein Vorhang, ein Orchester und all jene, die das Stück mit Leben erfüllen. Die Bühne für die Erweiterung des Lausitz-Centers war das Erdgeschoss des ehemaligen Centrum-/Karstadt-Kaufhauses. Der Vorhang an der Nahtstelle zwischen Bestandscenter und Erweiterung fiel um 20.25 Uhr.

Die Saspower Dixieland Stompers setzten auf dem Podest vor dem großformatigen Foto des Hoyerswerdaer Marktplatzes sofort zum Spiel ein und aus den Mitarbeitern der Ladengeschäfte in der Erweiterung sowie allen geladenen Gästen entwickelte sich das knapp zweistündige Stück, das aus Besichtigung der neuen Läden, Smalltalk, Buffet und natürlich auch Reden bestand. Center-Manager Dieter Henke verwies in seiner Ansprache auf den wachsenden Konkurrenzdruck der Städte als Einkaufsstandorte untereinander.

Das Hoyerswerdaer Stadtzentrum sei mit der Erweiterung des Centers, die aber de facto ja im Vergleich zu vor einigen Jahren keine zusätzliche Verkaufsfläche schafft, wieder besser aufgestellt. Oberbürgermeister Stefan Skora würdigte das Engagement von Henke und des gesamten Teams, allen Entscheidungsträgern, die das Projekt möglich machten. Das leerstehende Kaufhaus war kein schöner Anblick: „Ich bin froh, dass sich die Türen wieder öffnen“.
Quasi bis zu diesem Moment wurde in allen Läden hart gearbeitet, eingeräumt und dekoriert und zum Schluss noch einmal groß gereinigt.

Dieter Henke, der in wenigen Tagen sein zehnjähriges Hoyerswerda-Jubiläum feiert, das nur von wenigen Monaten anderweitigen Einsatzes unterbrochen wurde, ist mit dem Geschaffenen zufrieden. Auch wenn kleinere Ausbesserungen im Außenbereich witterungsbedingt nicht bis zum Eröffnungstermin zu leisten waren. Sie werden nachgeholt, sobald es die Temperaturen zulassen. Unabhängig davon wurde die Eröffnungs-Checkliste im Management immer kürzer. Waren es vor wenigen Tagen noch 120 Positionen, so standen da gestern Mittag nur noch 15. Am Abend, bei der feierlichen Eröffnung, war die Liste noch weiter geschrumpft. Korch und Rewe hatten das Buffet aufgebaut und auch sonst hatte alles geklappt, selbst wenn hier und da noch Kisten auf das Ausräumen warteten.

Die Gäste sahen das, was heute allen Besuchern offen steht. Einkaufen durften sie nicht, aber dafür ausgiebig gucken. Nur Aldi hatte geschlossen. Die Kassen gehen ohnehin erst heute bei allen Mietpartnern in Betrieb. Es gibt diverse Eröffnungsangebote. Ernstings familiy gibt am ersten Tag 20 Prozent Rabatt auf alles, Rossmann 10 Prozent, dafür aber bis einschließlich Samstag. Intersport hat diverse Artikel zu Sonderpreisen gelistet und im Backhaus bekommt man zwei Quarktaschen zum Preis von einer. Die Erweiterung zeigt sich so wie das gesamte Center österlich geschmückt. „Wir feiern die Eröffnung der Erweiterung eben nicht nur da, sondern im gesamten Haus“, sagt Henke. Musik und Kinderbelustigung wird es daher in der gesamten Mall geben – von Aldi bis Nordsee. Immerhin gibt es im bislang bekannten Center heute ja auch die Neueröffnung des Gerry-Weber-Ladens. Und der Umbau der alten Rossmann-Filiale zum künftigen „Depot“ läuft bereits. Hier ist die Eröffnung für Mai vorgesehen.

„Auch für die anderen Etagen gibt es natürlich Pläne und Vorstellungen, bei denen wir bereits in Verhandlungen mit potenziellen Interessenten stehen“, griff Henke in der Eröffnungsrede die Antwort auf die meistgestellte Frage vornweg. Es geht aber definitiv nicht um einen Elektronik-Fachmarkt. Im Center-Management sind die Wünsche, die bestimmte Marken und Ketten anbelangt, bekannt. Doch nicht alles ist machbar, zumal das Lausitz-Center eines der kleineren ist. Für den Sommer hofft das Management auf eine Entscheidung für das erste Obergeschoss.

Für das zweite Obergeschoss, das seit Kaufhaus-Zeiten über Büros verfügt, gibt es ebenfalls Ideen. Dort befindet sich noch immer das Wandmosaik „Sorbisches Leben“ aus dem Jahre 1966, das vor knapp zwanzig Jahren hinter einer Verblendung verschwand und erst nach dem Auszug des Schnäppchencenters vor zwei Jahren wieder freigelegt wurde. Betrachten kann man es jetzt zwei Etagen tiefer in der Mall: Eine Montage aus sechzig einzelnen Bildern suggeriert, dass dort das echte Mosaik hängt. Es ist ein schönes Details, das das alte Centrum mit in die neue Mall nimmt. Auch das ist ein Teil der Inszenierung. Ab heute kann sich jeder ein eigenes Bild von der Erweiterung des Lausitz-Centers machen.

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