Auf dem Wasser und der Straße wird in Weißkollm gewerkelt


von Tageblatt-Redaktion

Das Wehr in der Kleinen Spree soll zur rauen Rampe umgebaut werden, um Fischen das Wandern flussaufwärts zu ermöglichen
Das Wehr in der Kleinen Spree soll zur rauen Rampe umgebaut werden, um Fischen das Wandern flussaufwärts zu ermöglichen

Mit Ferienbeginn wird südlich von Weißkollm ein ungewohntes Baugeschehen zu beobachten sein. Denn dann beginnt der grundhafte Ausbau der Ortsverbindungsstraße nach Dreiweibern. Lohsa hat kaum Geld. Es reicht nur für ein erstes Stück. Rund 92 000 Euro kostet die Erneuerung der Fahrbahn zwischen dem Pflasterbelag an der Ortszufahrt Weißkollm an der S 108 bis zur zweiten Spreebrücke.

Eigentlich sollte jetzt schon gebaut werden, doch der Termin wurde auf den Ferienbeginn verschoben, um den Schülerverkehr nicht zu beeinträchtigen. Die Brücken selbst werden nicht saniert. Lediglich die maroden Betonplatten, durch den jahrelangen Schwerlastverkehr ramponiert, werden verschwinden und ebenem Asphalt Platz machen.

Da dieses Bauvorhaben eigentlich schon im vergangenen Jahr geplant war, die Zusage der Fördermittel aus dem Ile-Programm aber nicht vorlag, wird nun in diesem Jahr gebaut, und das führt zwangsläufig zu Behinderungen mit der Baustelle der Landestalsperrenverwaltung (LTV). Die lässt von einer beauftragten Firma das alte Wehr abreißen. Bauamtsleiter Wolfgang Tietze ist aber mit der Baufirma im Gespräch. Man wird sich bezüglich des Baustellenverkehrs einigen.

Die Umleitung von und nach Dreiweibern muss aber weiträumig durch Weißkollm erfolgen. Ein Teil der Umleitungsstrecke wird bis dahin noch ausgeästet und repariert.
Das Wehr, das beseitigt werden soll, hat bislang eine Absturzhöhe von 1,50 Metern und wird nun durch eine 78 Meter lange Sohlrampe ersetzt. Der Fluss soll an dieser Stelle wieder durchgängiger für Fische werden, die stromaufwärts schwimmen wollen. Um die Durchgängigkeit auch bei geringen Wasserständen zu ermöglichen, bekommt die Rampe eine Niedrigwasserrinne. Außerdem werden ihre Ufer so gestaltet, dass Amphibien und andere Lebewesen darin Schutz finden.

Durch Störsteine und Ruhezonen werden wechselnde Fließgeschwindigkeiten geschaffen, was den natürlichen Bedingungen in einem Fluss nahe kommt. Bereits Monate vor dem Baubeginn hatte man Bäume und Sträucher im Bereich des Wehres gefällt. Als Ausgleichsmaßnahme, so kündigte LTV-Pressesprecherin Katrin Schöne an, werden voraussichtlich im Herbst dieses Jahres jeweils Schwarzpappeln und Erlen sowie 17 Stieleichen gepflanzt. Alle Arbeiten, so die Planungen der LTV, sollen bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein und kosten insgesamt etwa 500 000 Euro. Finanziert wird das Projekt vom Freistaat Sachsen.

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