Am Ende fehlte nur ein bisschen Glück


von Tageblatt-Redaktion

Hoyerswerdas Roy Kalweit beim Sprungwurf zwischen Dresdens Markus Mueller und Denny Mertig
Manchmal gehts nur mit Gewalt - Roy Kalweit in Aktion

LHV Hoyerswerda 31  (16)
Elbflorenz Dresden 2006 32  (17)
Was für ein Wahnsinnsspiel! Geben wir dem Gast das Wort: „... und auf den Rängen eine Atmosphäre, als wären gerade alle vom Papst heilig gesprochen worden ... Dem LHV ist auf ganzer Linie ein Kompliment zu machen.“ So las man’s gestern auf der HCE-Website.
Die LHV-Männer hatten den Spitzenreiter im Hoyerswerdaer Hexenkessel am Rand eines weiteren Punktverlustes gebracht. Was wäre das für ein Tollhaus geworden, wenn der letzte finale Wurf Sekunden vor Schluss auch noch sein Bestimmungsziel gefunden und nicht in den Fängen des Dresdner Abwehrverbandes hängen geblieben wäre ...
Holger Winselmann, Trainer der Elbflorentiner, zeigte sich nach diesen spannenden 60 Minuten sichtlich erleichtert. „Es ist immer blöd, bei so einem knappen Spielausgang als Sieger dazustehen und dem Verlierer vielleicht noch ein Kompliment aussprechen zu müssen, aber es war heute einfach ein geiles Spiel. Eine ganz tolle Atmosphäre. Und ich will auch sagen, trotz aller sportlicher Rivalität habe ich das Spiel als sehr fair empfunden.“
Matthias Allonge, Trainer des LHV, sah dies ganz genauso. „Leider hat es nicht zum Sieg oder einem Punkt gereicht. Wir hätten sicherlich noch den einen oder anderen Konter ’reinmachen können. Und haben auch ein paar Fehler zu viel gemacht. Aber nichtsdestotrotz haben wir gegen den Tabellenführer gespielt. Das sollten wir dabei nicht vergessen. Man kann hinterher immer «hätte, Wenn und Aber» sagen. Trotzdem eine ganz tolle Leistung, Jungs. Ich bin stolz auf euch.“
Auf der Platte war kein Unterschied zwischen dem Fünften und dem Tabellenführer auszumachen. „So wie der Stand zum Ende war, so war ja auch das ganze Spiel: Es war nie eine klare Angelegenheit, weder zur einen Seite, noch zur anderen. Es war immer ausgeglichen. Letzten Endes mit dem vielleicht etwas glücklicheren Ende für uns.“ fasste Holger Winselmann ein Spiel zusammen, indem es über weite Strecken keiner Mannschaft gelang, sich mit mehr als zwei Toren abzusetzen. Auffällig aber auch die souveräne Leistung der Unparteiischen, die das Spiel jederzeit fest im Griff hatten, sich unauffällig im Hintergrund hielten und mit unterdurchschnittlichen vier Strafzeiten auskamen. Beide Mannschaften machten es ihnen aber auch leicht. „Das hat heute richtig Spaß gemacht. Keine Nicklichkeiten oder versteckte Fouls, und trotzdem ging es zur Sache. Das war ein richtig schönes Handballspiel.“ konnte LHV-Kapitän Conni Böhme dem vom Ergebnis her unglücklichen Ausgang noch viel Positives abgewinnen.
Nun geht’s nach Hermsdorf
Die LHV-Mannschaft ist wieder einmal über sich hinaus gewachsen und hat den Favoriten mächtig ins Wanken gebracht. Mit dieser Leistung braucht sie sich vor keiner anderen Mannschaft aus der Mitteldeutschen Oberliga zu verstecken. Nun geht es nächsten Sonnabend nach Hermsdorf - allerdings ohne einen separaten Fanbus. „Das tut mir leid. Ich hätte mich natürlich mit der Mannschaft sehr gefreut, wenn noch mehr Unterstützung da wäre. Aber so ist es nun mal, wir können nicht jedes Mal einen Bus voll kriegen“, kommentierte Matthias Allonge die betrübliche Entscheidung der Absage. „Trotzdem mein Dankeschön an all die Fans, die auch auswärts immer mitfahren. Wir werden alles geben, damit wir das Spiel in Hermsdorf auch erfolgreich gestalten.“

LHV: Eric Zeithamel, Benjamin Reißky - Andreas Schütz (10), Roy Kalweit (6), Steve Däumel (4/2), Lukas Baase (3), Robert Devantier (3), Ronny Eckert (2), Tobias Sieber (2), Conni Böhme (1), Alexander Canbek, André Drechsler, Nico Pollack, Ringo Schäfer

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