Von oben auf den Scheibe-See blicken


von Tageblatt-Redaktion

Von oben auf den Scheibe-See blicken
Grafik: Zweckverband LSS

Kühnicht. Dies ist eine Darstellung des Aussichtsturms, der einmal am südwestlichen Ufer des Scheibe-Sees stehen soll. “Die Planungen sind gut fortgeschritten“, sagt Daniel Just vom kommunalen Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen.

Vorgesehen ist ein 28 Meter hoher, halbtransparenter Turm mit Aufzug, mit Kinder-Rutschen von Etage zu Etage und mit Terrasse in Richtung Wasser. Samt Umfeldgestaltung und Gastronomie-Gebäude sind Kosten in Höhe von fünf Millionen Euro kalkuliert. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Karin Hogh schrieb am

Alles gut und schön, doch wäre es nicht erst einmal wichtiger, den Bahnhof in Hoyerswerda Altstadt barrierefrei endlich zu machen. Ist ja beschämend und gefährlich diese Treppen mit Kinderwagen oder Fahrrad hinunter. An die Schwerbeschädigten oder immer älter werdenden Menschen denkt keiner. Dieser Zustand ist schon über Jahre so und ein Armutszeugnis.

Frank Niemtz schrieb am

Da steigt Mann/Frau dann die Stufen zu diesem Turm hinauf, um was zu sehen? Einen See! Oder wenn die trockenen Sommer in der Lausitz – wie schon erkennbar – zur Regel werden: „WASSER!“.
Und jede*r (und davon bin ich felsenfest überzeugt) Besucher*in aus dem „Land der tausend Seen“, Finnland, wird sich zu recht fragen, was wir uns dabei (nicht) gedacht haben und sich dabei so heftig lachend auf die Schenkel schlagen, dass er/sie schmerzgekrümmt abwärts sogar den Fahrstuhl nehmen MUSS! Apropos Fahrstuhl: Wer kommt für die nun einmal regelmäßig anfallenden Kosten für die Unterhaltung (Energie/TÜV etc.) dieses Fahrstuhls auf? Nur einmal der Hinweis an die „Planer“: Wir haben hier keine „RAG-Stiftung“, die solche sogenannten „Ewigkeitsaufgaben“ übernimmt. So wird es wohl wieder bei den jeweiligen kommunalen Haushalten und damit dem kleinen Steuerzahler sein, für diesen Unfug zu zahlen. Vielleicht kann sich ja Herr Daniel Just vom kommunalen Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen an dieser Stelle dazu äußern!
Ach ja: Wenn schon solch ein Aussichtsturm, dann sollte man konsequenterweise gleich noch einen Schornstein mit anbauen! Zwecks der Geldverbrennung!
Im Übrigen schließe ich mich der Meinung von Frau Karin Hogh an.

Hartmut Schneider schrieb am

Ich kann nur sagen, Blödsinn einen Aussichtsturm zu planen und evt. zu bauen. Kaum eine innerstädtische Straße ist in Ordnung, dort gilt es zu investieren.

Mirko Kolodziej schrieb am

Liebe Interessenten, auch, wenn das vielleicht nicht immer klar erkennbar ist: Jede Gebietskörperschaft, jeder Verein, jede Organisation und jedes Unternehmen hat ein eigenes Budget. Der Bahnhof gehört, was Bahnsteige und Zuwegungen angeht, der Bahn. Also hat sie die Barrierefreiheit zu finanzieren. Sie hat auch erklärt, das tun zu wollen - allerdings eben einen relativ langen Planungs- und Genehmigungszeitraum kalkuliert. Also: Selbst, wenn der Zweckverband (oder in diesem Falle der Steurungs- und Budgetausschuss für die Verwendung der Mittel der Bergbausanierung) Geld für die Barrierefreiheit im Bahnhof geben würden (was Veruntreuung wäre, wenn sie es täten - denn der Zweck des „Finanzierungstopfes“ wäre nicht erfüllt), ginge es sicher nicht schneller - weil die Hoheit immer noch bei der Bahn bliebe. Der Zweckverband kann auch keine Straßen sanieren. Gleiche Begründung: Das ist nicht seine Aufgabe. Was die Sinnhaftigkeit eines Aussichtsturmes angeht, kann man sicher verschiedener Meinung sein. Die Kommunen der Seenland-Zweckverbände haben schon vor Jahren ein Konzept für „Landmarken und Sichtschneisen“ beschlossen. Und da ist der Scheibe-See eben enthalten. Zu Betreibungs-Details fehlt auch mir leider das Wissen. Aber ich gehe mal davon aus, dass das mit bedacht ist. Man muss sich das so vorstellen wie am „Rostigen Nagel". Letztlich geht es um Tourismus. Und meine Erfahrung sagt mir, dass Menschen gern aufs Wasser gucken. Ob sie das von einem Turm machen müssen, ist wie gesagt bestimmt diskussionswürdig. Mirko Kolodziej, Redaktion

Klaus-Peter Hieke schrieb am

Lassen sie meinen Kommentar beginnen mit einer These: Nicht jedem seinen See, sondern, jedem einen See. Es läuft einen kalt den Rücken runter, welche Initiativen zu einem See in Stadtnähe des Lausitzer Seenlands in Angriff genommen werden. Wenn man bedenkt welche Möglichkeiten für touristische Zwecke bereits realisiert worden und noch nicht abgeschlossen sind, besitzen wir bereits ein großes Potenzial. Die Orte müssen ja mit Leben erfüllt werden. Doch woher nehmen wir die Menschen die das tun sollen? Und das in Zeiten des Rückgangs der Energiewirtschaft. Wer glaubt, dass in Hoy. zukünftig das Schlaraffenland beginnt wird mit Sicherheit eines Besseren belehrt. Eher bewegen wir uns im Märchenland der Träume. Wir haben die Prämissen aus der gesellschaftlichen Wende noch nicht einmal erfüllt und haben große Rosinen im Kopf. Ein Freibad inmitten der Stadt Hoyerswerda wäre für unsere Kinder sinnentsprechend. Dazu im Anschluss zum Lausitzbad eine Bäderabteilung für unsere Senioren auf Grund des hohen Altersdurchschnittes unserer Bevölkerung. Derzeitig fahren die Senioren in alle Himmelsrichtungen um Linderung für die Altersbeschwerden zu erhalten. Ich glaube dass alle Gedanken und Vorhaben die Kultur Hoyerswerda betreffend, nicht falsch sind. Sie bedürfen jedoch eine prioritäre Ordnung. Der Scheibe See gehört für die Urbanität Hoyerswerdas mit Sicherheit nicht an vordere Stelle. Ich würde mich freuen wenn die Redaktion über dieses Thema eine Bürgerdiskussion auslöst. Klaus-Peter Hieke

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