Neue Modelle zum Wasserhaushalt nötig
Hoyerswerda. Der staatliche Bergbausanierer LMBV hat eine Studie zur erwarteten Entwicklung des Wasserhaushaltes in Auftrag gegeben. Geschäftsführer Bernd Sablotny sagt, die ersten Ergebnisse würden 2024 erwartet. Es habe Voraussagen gegeben, mit denen zwischen 1960 und 1990 gearbeitet wurde. Die erste Änderung dieser Prognose sei nun dreißig Jahre alt.
Es habe sich inzwischen gezeigt, dass hier und da Erwartungen nicht eintreten. Zudem verursachten klimatische Veränderungen andere Verfügbarkeiten bei Grund- und Oberflächenwasser. Keine Voraussagen traut sich die LMBV aktuell zum Beispiel zum Spreetaler See (im Bild) zu. Es scheint nur klar, dass der einst prognostizierte Endstand nicht erreichbar ist.
Der See ist immerhin daran gemessen zu 96 Prozent gefüllt, der Lugteich im Sperrgebiet des ehemaligen Tagebaus Laubusch nur zu sechs Prozent. Auch hier heißt es zum Wann eines Endstandes: „Keine Angabe möglich“. Allerdings bleibt in diesem Bereich auch noch die Frage der Zuständigkeit für eine Grundsanierung zwischen Bund und Land Sachsen juristisch ungeklärt. (red)
Kommentare zum Artikel:
Gerd Döring schrieb am
Zu den Nachfolgelandschaften – Bauvorhaben in Sanierungsgebieten und Wasserzuläufen wären eine öffentliche Diskussion mit den Bürgern der Region fällig. Denn wir müssen das mit unseren Steuern bezahlen und mit den baulichen Folgen leben.
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