Knappe Mehrheit für Windräder im Landeswald
Hoyerswerda. Der Staatsbetrieb Sachsenforst hatte vor einigen Monaten vom Sächsischen Umweltministerium den Auftrag erhalten, im Landeswald Flächen zu bestimmen, auf denen Windkraftanlagen errichtet werden können. Da sich große Landeswaldareale bei Hoyerswerda befinden, wurde man hier schnell fündig.
Ohne die Anzahl der zu errichtenden Windkraftanlagen zu benennen, konnten je ein Gebiet nördlich und südlich der B 97 bei Neukollm und eines zwischen dem Scheibe-See und der Bundesstraße 97 herausgearbeitet werden.
Die Stadt Hoyerswerda hat die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens zu den Windkraftanlagen im Wald jetzt im Stadtrat knapp genehmigt bekommen. Von den 27 Anwesenden stimmten 14 mit Ja, zehn mit Nein, drei enthielten sich. Zuvor hatte der Ortschaftsrat Schwarzkollm das Ansinnen gebilligt. (red)
Kommentare zum Artikel:
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Robert Meier schrieb am
Herr König, das ist doch Humbug. Die Stadträte sind gewählt, also entscheiden nicht „nur“ 14 Leute…
Peter Kroll schrieb am
Das Land Sachsen muss Gebiete für Windkraft ausweisen. Das wurde durch die Bundesregierung vorgegeben – siehe „Windenergie-an-Land-Gesetz“ . Es ist nur demokratisch, wenn die Kommunen hier mitbestimmen können. Hoffentlich bleibt von den Einkünften dann auch was bei den Kommunen "hängen".
Schön wäre es, wenn man nachlesen könnte, wer wie in der Stadtratsabstimmung gestimmt hat.
Rüdiger Korn schrieb am
@Herr König: Sie wollen die Anrainer entscheiden lassen? Ernsthaft?
Dann würde ja in Deutschland
- kein einziges Windrad
- kein einziges Kraftwerk
- kein einziges Chemiewerk
- kein einziges Atommüllzwischen- oder endlager
- kein einziger Schweinemastbetrieb
- keine einzige Biogasanlage
- keine einzige Kompostieranlage
- keine einzige Müllverbrennungsanlage
- keine einzige Kläranlage
- usw.
mehr gebaut werden. Wer will denn schon sowas in der unmittelbaren Nachbarschaft? Es geht hier doch aber darum, die Interessen der Allgemeinheit gegenüber den individuellen Interessen weniger Anwohner abzuwägen.
Andreas Keiser schrieb am
Endlich mehr grüner Strom aus der Region. Nach langem Raubbau an Natur durch Kohle und Angas kann endlich mal was Gutes und Nachhaltiges passieren. Windräder kann man einfach zurückbauen, Wälder ringsherum bleiben erhalten und weiter CO₂ umwandeln. Es entstehen dauerhafte Arbeitsplätze rund um die Wartung und Instandhaltung. Besser, als alles mit Solar zuzupflastern. Gas und Öl ist bald nicht mehr bezahlbar, also bleibt nur die Wärmepumpe. Der Mix macht es und damit kann ein toller Beitrag in der Region geleistet werden. Top.
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