Kein Stadtsee für die Bürgerwiese – zu teuer


von Tageblatt-Redaktion

Blick vom Hügel auf die Freifläche zwischen Foucault-Gymnasium und dem Hochhaus Bonhoefferstraße. Der Stadtsee, der im hinteren Teil geplant war, soll nicht entstehen. Er ist zu teuer.
Blick vom Hügel auf die Freifläche zwischen Foucault-Gymnasium und dem Hochhaus Bonhoefferstraße. Der Stadtsee, der im hinteren Teil geplant war, soll nicht entstehen. Er ist zu teuer.

Es ist wirklich nicht so, dass im Hoyerswerdaer Stadtzentrum nicht gebaut wird. Besonders deutlich wird das auf Abrissflächen, die bereits fertig gestaltet sind: In der Straße des Friedens entstanden ein Freizeitpark und eine Beachvolleyballanlage, in der Einsteinstraße ein Skulpturenpark und anstelle der Hochhäuser Schweitzerstraße 12 bis 14 und 15 bis 17 ein Paradiesgarten mit der Skulpturengruppe „Adam und Eva.“ Es gibt und gab eine Menge Ideen für die Umgestaltung weiterer Flächen. Von einer hat sich die Stadtverwaltung verabschiedet: dem Stadtsee. Er sollte zwischen Foucault-Gymnasium und Bonhoefferstraße entstehen. „Auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie, in der das Vorhaben aus hydrologischer und bautechnologischer Sicht – einschließlich der Ermittlung der Grobkosten – untersucht wurde, hat sich die Stadt aus finanziellen Gründen entschieden, das Vorhaben nicht zu realisieren“, erklärt Verwaltungssprecher Bernd Wiemer.
Doch was wird nun aus der Brache? Vor vier Jahren begann die Umgestaltung. Es entstanden ein Rodelberg und ein Gehweg. Elftklässler des Foucault-Gymnasiums haben bei einem Schulprojekt „Belebung der neuen Stadtmitte“ alte Bänke geschliffen und neu bemalt. Die Sitzecke ist heute mittlerweile beschmiert und fast völlig zerstört. Anwohner sagen, der Beachvolleyballplatz wird selten genutzt. Immerhin der Hügel, der momentan etwas wild aussieht, erfreute die Kinder im schneereichen Winter.
Karl Hensler, der vom Hochhaus in der Bonhoefferstraße aus einen guten Blick auf die Fläche hat, sieht gelegentlich Schüler beim Sporttreiben. Er könne sich einen weiteren Park vorstellen. „Ein paar Bäume wären sicher nicht schlecht.“ Auch andere Anwohner wünschen sich eine Umgestaltung, manch einer hofft, dass die Wohnungsgesellschaft in diesem Zuge auch die Parkflächen vor ihrem Elfgeschosser etwas ansprechender gestaltet. Was die Brache betrifft, scheint die Verwaltung noch nicht alle Ideen ad acta gelegt zu haben, auch wenn es mit einem Stadtsee und demnach im Winter mit einer Eislauffläche an dieser Stelle nichts wird. Die Fläche soll als Bindeglied zwischen dem Bereich des Ausstellungszentrums „Orange Box“, dem Foucault-Gymnasium und der Neustadt-Mitte wirken. „Als Bürgerwiese mit Aktionsflächen ist dieses Areal für kulturelle, öffentliche und schulische Aktionen in der Zukunft geplant“, heißt es aus dem Rathaus.
Allerdings braucht das noch Geduld. In naher Zukunft wird das aber nichts. Zurzeit legt die Stadt die Priorität auf die Fertigstellung der Parkanlage zwischen Lausitzhalle und dem Hochhaus Stadtpromenade 11, im Volksmund auch „Lausitz-Tower“ genannt. Hier wird in diesem Jahr noch ein weiterer Abschnitt fertig.



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