Udo Witschas wird neuer Bautzener Landrat
Hoyerswerda. Der nächste Landrat des Kreises Bautzen kommt aus dem Lohsaer Ortsteil Litschen und war von 2001 bis 2015 Lohsas Bürgermeister. Udo Witschas (CDU) hat im zweiten Durchgang die entsprechende Wahl gewonnen. Er bekam 43,5 % der abgegebenen Stimmen - und folgt damit nun auf Michael Harig (ebenso CDU). Auf Platz zwei landete der Bautzener Landtagsabgeordnete Frank Peschel (AfD) mit 27 %. Dritter wurde der Kamenzer Jurist Alex Theile, der gemeinsame Kandidat von Linkspartei, SPD sowie Bündnis 90 / Die Grünen mit 23,9 %. Der als Einzelbewerber angetretene Kamenzer Unternehmer Tobias Jantsch erhielt 5,5 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,7 %.
Hier sind die Ergebnisse aus der Stadtregion:
Hoyerswerda
Udo Witschas 42,27 %
Alex Theile 31,58 %
Frank Peschel 21,29 %
Tobias Jantsch 4,85 %
Lohsa
Udo Witschas 64,9 %
Frank Peschel 19, 3 %
Alex Theile 13,3 %
Tobias Jantsch 2,5 %
Bernsdorf
Udo Witschas 37,9 %
Frank Peschel 29,7 %
Alex Theile 26,7 %
Tobias Jantsch 5,7 %
Wittichenau
Udo Witschas 54,4 %
Frank Peschel 22,3 %
Alex Theile 15,7 %
Tobias Jantsch 7,6 %
Oßling
Udo Witschas 36,5 %
Frank Peschel 35,5 %
Alex Theile 20,9 %
Tobias Jantsch 7,1 %
Lauta
Udo Witschas 40,1 %
Frank Peschel 30,3 %
Alex Theile 25,1 %
Tobias Jantsch 4,5 %
Elsterheide
Udo Witschas 54,1 %
Frank Peschel 22,2 %
Alex Theile 19,8 %
Tobias Jantsch 4,0 %
Spreetal
Udo Witschas 52,6 %
Frank Peschel 26,2 %
Alex Theile 16,8 %
Tobias Jantsch 4,4 %
Königswartha
Udo Witschas 46,8 %
Frank Peschel 32,4 %
Alex Theile 15,4 %
Tobias Jantsch 5,4 %
In Bautzen erhielten:
Udo Witschas 42,2 %
Alex Theile 29,2 %
Frank Peschel 24,0 %
Tobias Jantsch 4,6 %
und das Ergebnis aus Kamenz:
Alex Theile 38,2 %
Udo Witschas 31,4 %
Frank Peschel 25,3 %
Tobias Jantsch 5,2 % -red-
Quellen: Statistisches Landesamt Sachsen, Stadt Hoyerswerda
Kommentare zum Artikel:
Hans-Dieter Kubsch schrieb am
Herzlichen Glückwunsch an Herrn Witschas zu seiner Wahl. Das Ergebnis gibt allerdings auch zu denken. Von rund 250.000 Wahlberechtigten haben nur rund 90.000 ihre Stimme abgegeben. Davon rund 40.000 für Herrn Witschas und rund 50.000 nicht für Herrn Witschas. Demokratisch ist die Mehrheit gegeben, faktisch ist das aber keine Mehrheit und kein Ergebnis über das man froh und auf das man stolz sein kann. Eine wesentliche Aufgabe für Herrn Witschas sollte deshalb sein, die offenbare Gleichgültigkeit vieler Wählerinnen und Wähler durch gute und glaubhafte Politik bis zur nächsten Wahl zu überwinden und eine deutlich höhere Wahlbeteiligung zu erreichen, um Wahlen mit wirklichen Mehrheiten gewinnen zu können.
Renate Korsch schrieb am
Alles gut und schön, aber ich verstehe die Menschen nicht. CDU hat uns noch nie was Gutes gebracht. Herr Witschas mag gut sein, aber in der falschen Partei. Denkt ihr, er allein kann etwas ändern? Da liegt ihr falsch – CDU bleibt CDU und er wird sich an deren Regeln halten müssen, um seinen Posten nicht zu verlieren. Ihr werdet es sehen oder merken. Bis jetzt haben alle nur versprochen, und wenn sie den Posten haben, ändert sich das Blatt. Und so wird es auch bei Herrn Witschas sein. Die Altparteien müssen weg. Spätestens im Herbst werdet ihr merken, wem ihr Vertrauen wieder geschenkt habt – der CDU. Nichts wird sich ändern, solange CDU, Grüne, SPD – im allgemeinen die Altparteien – an der Macht sind. Wieso habt ihr Angst, mal andere an die Macht zu lassen, mal etwas neues auszuprobieren? Lieber bleibt ihr Sklaven dieser Lügner und Verbrecher. Sorry, das musste ich loswerden. Der Deutsche bleibt immer feige.
Ronald Will schrieb am
Hr. Kubsch: "...die offenbare Gleichgültigkeit vieler Wählerinnen und Wähler...zu überwinden..." Ist das so? Oder deutet man das so, weil es einem bei jeder Wahl so erklärt wird. Wir bekommen in den Medien ja alles erklärt, weil die meisten Menschen das eigene Denken verlernt haben. Vielleicht ist es keine Gleichgültigkeit, sondern Erkenntnis. Damit also Wissen aus Erfahrung, dass noch nie in der Politik etwas mit Wahlen erreicht wurde. Noch nie. Selbst wenn durch Wahlen bestimmte Ergebnisse erzielt wurden, welche die echte Mehrheit wollte, so wurden diese durch nachträgliche Intervention geändert. Herrn Witschas wünsche ich das Gespür für die Menschen, wünsche ich die Motivationsfähigkeit seine Wähler und Nichtwähler für notwendige Prozesse mitzunehmen und den notwendigen Mut, den Wind der Veränderung zu erkennen und zu nutzen.
Ronald Will schrieb am
Fr. Korsch: Ich sehe es auch genauso, wie Sie. Die Regeln werden von anderen / von oben gemacht und die jeweiligen Politiker sollen es umsetzen. Nur mit dem Schluss ("...Der Deutsche bleibt immer feige.") bin ich anderer Meinung. Ich glaube, der Deutsche ist entweder desinteressiert, weil er ja weiß (Erfahrungen), dass sich mit Parteien nichts ändert. Oder der Deutsche ist schlau. Weil er weiß, dass Parteien (es sagt ja schon das Wort selbst: Part = Teil = Spaltung in Teile) nichts ändern und nur die Menschen in Hoffnung auf Veränderungen hinhalten, deshalb investiert er keine Zeit und keine Energie darin. Der typische Deutsche ist schlau und geduldig. Nur wenige sind feige. Viele davon sitzen im Bundestag und in den Landesparlamenten und sind die echten Feiglinge, weil sie sich nicht trauen die offensichtlichen Wahrheiten auszusprechen. Aber die Wahrheit kommt immer ans Licht. Viele Deutsche und andere werden sich wundern, was ab November 2022 sichtbar wird. Das große Erwachen ist nicht aufzuhalten. Von niemanden, auch nicht von cleversten Politikern. Bleibt im Vertrauen.
Robert Martin schrieb am
Hallo Hr. Will, mit Ihrer Einschätzung zur politischen Situation stimme ich nicht überein. Zumal der Landrat primär lediglich der Verwaltungsleiter des Landratsamtes ist. Mich würde interessieren, was im November 2022, ihrer Meinung nach, passieren wird.
Einen Kommentar schreiben
Es werden nur jene Kommentare veröffentlicht, die unter Angabe von Vor- und Familienname und einer gültigen E-Mail-Adresse (für Rückfragen) abgegeben wurden.